Für rohes Holz startet man je nach Zustand meist mit 80 oder 100, glättet mit 120 bis 150 und endet vor Öl häufig bei 150 bis 180, vor Lack bei etwa 180 bis 240. Immer in Faserrichtung arbeiten und Körnungen nicht zu weit überspringen.
Vorbereitung
Was du bereitlegst
- Schleifklotz oder passende Maschine
- Körnungen 80, 120, 180 und 240
- Absaugung
- Schutzbrille und Atemschutz
- Streiflicht
Anleitung
Schritt für Schritt
Startkörnung wählen
Tiefe Sägespuren oder alter Aufbau brauchen gröberes Papier. Eine bereits glatte Fläche startet feiner. Zu grob bedeutet unnötige Riefen, zu fein am Anfang kostet Zeit.
Riefen vollständig entfernen
Jede Stufe muss die Spuren der vorherigen beseitigen. Streiflicht zeigt Kratzer besser als frontales Licht. Erst danach wechseln.
Faser respektieren
Letzte Schleifgänge immer in Faserrichtung. Querkratzer werden durch Öl oder Beize deutlich dunkler sichtbar.
Endkörnung zur Oberfläche wählen
Zu fein geschliffenes Holz kann Öl oder Beize ungleich aufnehmen. Lack braucht dagegen eine ruhigere Fläche. Das Beschichtungsdatenblatt hat Vorrang.
Staub zwischen Stufen entfernen
Staubkörner unter dem Papier erzeugen neue Kratzer. Absaugen, Papier ausklopfen oder wechseln und Kanten mit weniger Druck bearbeiten.
Typische Fehler
Das besser lassen
- von 80 direkt auf 240 springen
- Kanten mit Maschinendruck verrunden
- gegen die Faser fertig schleifen
- Atemschutz bei Altanstrichen weglassen
Wann ein Fachbetrieb übernehmen sollte
Furnier, profilierte Altbauteile und große sichtbare Flächen verzeihen wenig Abtrag. Hier spart eine professionelle Probefläche Material und Zeit.
Kurz geklärt
Häufige Fragen
Welche Körnung vor dem Ölen?+
Oft 150 bis 180. Entscheidend sind Holz und Öl. Zu feiner Schliff kann die Aufnahme bremsen; die Herstellerangabe bleibt maßgeblich.
Welche Körnung für einen Zwischenschliff?+
Meist fein, etwa 240 oder feiner, ohne die Schicht durchzuschleifen. Nur ausführen, wenn das verwendete System ihn vorsieht.
Warum wird Holz nach dem Schleifen fleckig?+
Häufig wegen ungleichmäßiger Körnung, Restleim, Druckstellen, quer laufenden Kratzern oder unterschiedlich saugenden Bereichen.
Noch unsicher?
Ein Foto zeigt oft mehr als zehn Sätze.
Quellen und fachliche Grundlagen
Inhalt redaktionell aus Handwerkspraxis und den folgenden Verbraucher- und Fachinformationen erstellt.
Projektfoto senden